Carara-Nationalpark
Ein Schutzgebiet der Artenvielfalt an der Pazifikküste
Der Nationalpark Carara in der Provinz Puntarenas an der zentralen Pazifikküste Costa Ricas zählt zu den wichtigsten Ökotourismus-Zielen des Landes. Zwischen trockenem Tropenwald und tropischem Regenwald gelegen, ist der Park ein bemerkenswerter Hotspot der Artenvielfalt. Diese einzigartige Lage macht ihn zu einem außergewöhnlichen Reiseziel für Naturliebhaber und Vogelbeobachter gleichermaßen. Carara beheimatet eine vielfältige Flora und Fauna, darunter auch ikonische Arten, und ist somit ein idealer Ort für Outdoor-Abenteurer und alle, denen der Umweltschutz am Herzen liegt.

Geschichte
Der Carara-Nationalpark wurde 1978 gegründet, um die lebenswichtigen Ökosysteme der Region und ihre Bewohner zu schützen. Vor seiner Gründung war das Gebiet durch Landwirtschaft und Abholzung stark bedroht. Die Einrichtung des Parks war ein entscheidender Schritt zum Erhalt der Übergangszone zwischen zwei wichtigen Ökosystemen: dem trockenen Tropenwald des Zentralpazifiks und dem nördlichen tropischen Regenwald. Der rund 5.242 Hektar große Park umfasst verschiedene Landlebensräume sowie Feuchtgebiete, Flüsse und Mangroven, die alle eine Schlüsselrolle für den Erhalt der Artenvielfalt der Region spielen.
Standort
Der Nationalpark Carara liegt etwa 10 Kilometer nördlich von Jacó an der Pazifikküste Costa Ricas und ist somit ein idealer Ausgangspunkt für Touristen, die die Region erkunden. Am besten erreicht man den Park mit dem Auto über die Route 27 von San José und anschließend die Route 34 Richtung Süden. Dank der Nähe zu Jacó finden Besucher eine Vielzahl an Unterkünften, Restaurants und weiteren touristischen Angeboten. Carara ist daher ein perfekter Zwischenstopp für alle, die die Pazifikküste bereisen.
Die Nähe des Parks zu Jacó ermöglicht zudem eine gute Erreichbarkeit mit dem Auto. Deutlich markierte Wege führen die Besucher zu wichtigen Orten innerhalb des Parks, wie dem Fluss Tarcoles und den umliegenden Lebensräumen.
Biodiversität
Der Carara-Nationalpark zeichnet sich durch seine einzigartige Lage am Übergang zwischen trockenem Tropenwald und tropischem Regenwald aus. Die so entstehende Mischung verschiedener Ökosysteme trägt zu seiner außergewöhnlichen Artenvielfalt bei. Dank dieser Konvergenz beherbergt der Park Arten beider Waldtypen. Er ist Heimat von über 480 Pflanzenarten, 120 Säugetierarten, 400 Vogelarten sowie einer Vielzahl von Reptilien und Amphibien.
Terrestrische Flora und Fauna
Der Carara-Nationalpark bietet Besuchern die Möglichkeit, eine vielfältige Palette an Lebensräumen zu erkunden, von den Trockenwäldern der Zentralpazifikregion bis zu den üppigen Regenwäldern des Nordens. Zu den häufigsten Baumarten im Park zählen Guanacaste, Cenízaro und Schwarzholz, sowie verschiedene Orchideen, Farne und Palmen, die die Pflanzenvielfalt des Parks bereichern.
Der Park ist besonders für seine hervorragenden Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung bekannt, insbesondere für die Sichtung des gefährdeten Scharlacharas (Ara macao), der größten Papageienart Amerikas. Zu den weiteren bemerkenswerten Vogelarten im Park zählen Tukane, Falken, Habichte und verschiedene Kolibriarten.
Neben Vögeln beherbergt der Park eine Vielzahl von Säugetieren, darunter Pumas, Ozelots, Pekaris und verschiedene Affenarten wie Brüll- und Kapuzineraffen. Besucher können außerdem Nasenbären, Füchse und Reptilien wie Leguane, Schlangen und Eidechsen antreffen.
Wasserlebewesen und Feuchtgebiete
Eine markanteste Attraktion des Parks ist der Fluss Tarcoles, bekannt für seinen großen Krokodilbestand, der zahlreiche Besucher anzieht. Der Fluss und die umliegenden Feuchtgebiete beherbergen eine vielfältige Wasserfauna, darunter Fische, Schildkröten und Zugvögel. Die Feuchtgebiete sind zudem ein wichtiger Rückzugsort für Wasser- und Zugvögel und machen den Carara-Nationalpark zu einem Top-Ziel für Vogelbeobachter.
Erhaltung
Der Carara-Nationalpark steht vor zahlreichen Herausforderungen im Naturschutz, darunter illegale Abholzung, Wildtierhandel und die Auswirkungen des Klimawandels. Um diesen Problemen zu begegnen, setzt die Parkverwaltung in Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Organisationen Naturschutzinitiativen und Umweltbildungsprogramme um, die den Park schützen und einen nachhaltigen Ökotourismus fördern sollen.
Weitere Informationen zum Carara-Nationalpark finden Sie auf der SINAC-Website: Carara-Nationalpark




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