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Sackflügelfledermaus

Sackflügelfledermaus

Wissenschaftlicher Name: Saccopteryx bilineata
Familie: Emballonuridae

Beschreibung
Die Fledermaus mit Flügelsack ist eine kleine bis mittelgroße Fledermaus, die für ihre einzigartigen und auffällig geformten Flügel bekannt ist, insbesondere für das Vorhandensein spezieller Flügelsäcke. Diese Säcke befinden sich an den Vordergliedmaßen der Fledermaus und werden zur Kommunikation und bei Balzritualen verwendet. Der Körper der Fledermaus ist im Allgemeinen dicht behaart, typischerweise dunkelbraun oder grau mit hellerem Bauch. Das Gesicht ist typischerweise länglich, mit großen Ohren und einer kleinen, schmalen Nase. Wie andere Fledermäuse besitzt die Fledermaus mit Flügelsack große, membranartige Flügel, die ein bemerkenswert agiles Fliegen ermöglichen.

Das auffälligste Merkmal der Fledermaus mit Flügelsack ist das Paar länglicher, sackartiger Strukturen nahe den Schultern. Diese Säcke sind bei Männchen stärker ausgeprägt und sollen eine Rolle bei der Anlockung von Weibchen durch akustische oder visuelle Darstellungen spielen. Die Flügelsäcke können aufgeblasen werden und werden oft während der Balzrituale für spezifische Lautäußerungen genutzt.

Größe und Gestalt
Die Fledermaus mit Flügelsack hat eine Körperlänge von 4 bis 6 cm, mit einer Flügelspannweite von etwa 20 bis 25 cm. Sie besitzt einen relativ leichten Körper, wobei Männchen typischerweise etwas größer sind als Weibchen. Die sackartigen Strukturen an den Vordergliedmaßen sind während der Fortpflanzungssaison am auffälligsten und werden aufgeblasen, um charakteristische Rufe zu erzeugen.

Fledermäuse mit Flügelsack haben einen langen, schmalen Körper, der für viele insektenfressende Fledermäuse typisch ist. Ihre Flügel sind breit und spitz, und die Schwanzmembran erstreckt sich fast bis zur Spitze des Schwanzes, was für viele Arten der Familie Vespertilionidae charakteristisch ist.

Lebensraum und Verbreitung
Die Fledermaus mit Flügelsack kommt in ganz Mittel- und Südamerika vor, von Süd-Mexiko bis in Länder Mittelamerikas und Teile Südamerikas wie Costa Rica, Panama und Kolumbien. Sie bewohnt eine Vielzahl von Lebensräumen, von Tiefland-Regenwäldern bis zu Nebelwäldern, und nistet oft in Höhlen, Baumhöhlen oder von Menschen geschaffenen Strukturen wie Brücken und Gebäuden.

Die Fledermaus mit Flügelsack kann in den dichten tropischen Wäldern und Höhlen des Parks gefunden werden, wo sie tagsüber ruht und nachts zur Nahrungssuche aufbricht. Die im Park reichlich vorhandene Insektenwelt, einschließlich Motten, Käfer und anderer nachtaktiver Wirbelloser, bietet eine ideale Nahrungsquelle für diese Fledermausart.

Natürliche Geschichte und Verhalten
Die Fledermaus mit Flügelsack ist vorwiegend nachtaktiv und ernährt sich von einer Vielzahl fliegender Insekten, wie Motten, Käfer und Fliegen. Sie nutzt Echoortung, indem sie hochfrequente Laute aussendet, die von Objekten und Beutetieren reflektiert werden, wodurch die Fledermaus sich im Dunkeln orientieren und präzise jagen kann. Das Fressverhalten der Fledermaus entspricht dem vieler insektenfressender Fledermäuse und spielt eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von Insektenpopulationen.

Tagsüber ruhen Fledermäuse mit Flügelsack in Kolonien, oft in Höhlen, Baumhöhlen oder anderen geschützten Orten. Diese Ruheplätze sind für ihr Überleben entscheidend, da sie Schutz und Sicherheit vor Fressfeinden wie Eulen, Greifvögeln und Schlangen bieten. Die Kolonien können in der Größe variieren, doch die Fledermäuse sind typischerweise soziale Tiere, die in der Nähe voneinander ruhen.

Ein besonders interessantes Merkmal der Fledermaus mit Flügelsack ist ihr Balzverhalten. Männchen blasen die Flügelsäcke auf und erzeugen bestimmte Rufe, um Weibchen anzulocken, oft in den Abendstunden, wenn sie am aktivsten sind. Diese Lautäußerungen zusammen mit der visuellen Darstellung der aufgeblasenen Säcke sind ein wichtiger Bestandteil des Balzrituals. Sobald das Weibchen angezogen ist, erfolgt die Paarung im Flug, und das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von mehreren Wochen ein einzelnes Jungtier zur Welt.

Erhaltungszustand
Die Fledermaus mit Flügelsack wird derzeit von der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) nicht als bedroht oder gefährdet eingestuft. Wie viele Fledermausarten ist sie jedoch potenziellen Bedrohungen durch Lebensraumverlust infolge von Abholzung und menschlicher Besiedlung ausgesetzt. Darüber hinaus sind Fledermäuse anfällig für Krankheiten wie das White-Nose-Syndrom, obwohl dies bislang kein signifikantes Problem für die Fledermaus mit Flügelsack darstellt.

In Manuel Antonio trägt der Schutzstatus des Parks dazu bei, das Überleben dieser Fledermaus und anderer Arten zu sichern, indem ihre natürlichen Lebensräume erhalten bleiben. Die dichten Wälder und Höhlen des Parks bieten ideale Ruheplätze für die Fledermaus mit Flügelsack, und die fortlaufenden Naturschutzmaßnahmen im Park tragen zum Erhalt seiner Biodiversität bei.

Die Fledermaus mit Flügelsack ist eine bemerkenswerte und ökologisch wichtige Art in den Ökosystemen des Manuel-Antonio-Parks. Ihre charakteristischen Flügelsäcke und Balzrituale, kombiniert mit ihrer Rolle als Insektenfresser, machen sie zu einem interessanten Forschungsobjekt. Als nachtaktiver Jäger trägt die Fledermaus mit Flügelsack zum natürlichen Gleichgewicht ihres Lebensraums bei, indem sie Insektenpopulationen kontrolliert, und ist somit ein wesentlicher Bestandteil der vielfältigen Tierwelt des Parks.

© Online-Dienste des Manuel Antonio Nationalparks

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