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Tamandua

Tamandua

Wissenschaftlicher Name: Tamandua mexicana
Familie: Myrmecophagidae

Beschreibung
Der Tamandua, auch als kleiner Ameisenbär bekannt, ist ein mittelgroßes Säugetier, das eng mit größeren Ameisenbärenarten wie dem Riesenameisenbär verwandt ist. Er hat ein unverwechselbares Aussehen mit einer langen, röhrenförmigen Schnauze und einem Greifschwanz, was ihn besonders an die Nahrungssuche nach Ameisen und Termiten anpasst. Sein Fell ist meist grob und zottelig, die Färbung reicht von goldfarben über braun bis schwarz, oft mit einem blassgelben oder cremefarbenen Band über der Brust.
Größe und Gestalt
Der Tamandua hat eine Körperlänge von etwa 40–70 cm, dazu kommt ein Schwanz von 40–60 cm. Das Gewicht liegt zwischen 4 und 7 kg. Die langen, gebogenen Krallen sind ca. 5 cm lang und dienen Verteidigung, Klettern und Nahrungssuche. Die Schnauze ist lang und empfindlich, ideal zum Auffinden von Ameisen und Termiten. Der Greifschwanz ermöglicht das Greifen von Ästen und unterstützt das Gleichgewicht beim Klettern und Ruhen in der Baumkrone.
Lebensraum und Verbreitung
Der Tamandua kommt in einer Vielzahl von Lebensräumen Mittel- und Südamerikas vor, einschließlich tropischer Regenwälder, Trockenwälder und Wälder. Er ist meist in baumreichen Gebieten zu finden, die Nahrung und Schutz bieten. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Südmexiko über Panama und Zentralamerika bis nach West-Ecuador, Kolumbien, Venezuela und Nordargentinien. Im Manuel-Antonio-Park lebt der Tamandua in tropischen Regenwäldern und nutzt die Bäume zum Nahrungssuchen und Nisten.
Natürliche Geschichte und Verhalten
Der Tamandua ist sowohl baum- als auch bodenlebend und ernährt sich hauptsächlich von Ameisen und Termiten, die er mit seinen kräftigen Krallen aus Nestern holt. Er ist nachtaktiv und lebt einzelgängerisch. Mit seinem feinen Geruchssinn findet er Ameisen- und Termitenhügel, die lange Schnauze erlaubt tiefes Eindringen in Nester oder verrottetes Holz. Gelegentlich frisst er auch Früchte, Honig und andere Wirbellose. Er klettert geschickt mit Krallen und Greifschwanz, bewegt sich am Boden watschelnd und kann sich bei Bedrohung aufrichten und mit den Krallen schlagen.
Fortpflanzung
Tamanduas bringen in der Regel ein Junges nach einer Tragzeit von etwa 190–200 Tagen zur Welt. Die Jungen werden mit weichem Fell geboren und sind auf den Schutz und die Fürsorge der Mutter angewiesen. Sie werden oft auf dem Rücken der Mutter getragen, bis sie selbständig sind, und lernen so die Nahrungssuche. Die Fortpflanzung erfolgt meist das ganze Jahr über, und die Jungen bleiben bis zu einem Jahr abhängig von der Mutter.
Gefährdungsstatus
Der Tamandua wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ eingestuft, steht jedoch durch Lebensraumverlust, Abholzung und menschliche Konflikte unter Druck. Der Schutz des Parks sichert seinen Lebensraum, wobei die Regenwälder des Manuel-Antonio-Parks ein sicheres Umfeld bieten.
Bedeutung
Der Tamandua spielt eine wichtige Rolle in den Ökosystemen Mittel- und Südamerikas, indem er Ameisen- und Termitenpopulationen kontrolliert. Im Manuel-Antonio-Park trägt er durch seine einzigartige Nahrungssuche zur ökologischen Balance bei. Mit Greifschwanz und kräftigen Krallen ist der Tamandua perfekt an das Leben in Baumkronen und auf dem Waldboden angepasst. Schutzmaßnahmen des Parks sind entscheidend, um das Überleben dieser bemerkenswerten Art zu sichern.

© Online-Dienste des Manuel Antonio Nationalparks

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